Schönheits-Operationen und -Behandlungen auch bei Männern immer beliebter

Schönheit ist nach wie vor In. Immer mehr Menschen haben den Wunsch, mit ihrem Aussehen zufriedener zu sein und sind bereit dazu, an den entsprechenden Stellen ihres Körpers professionell nachhelfen zu lassen. Neben den klassischen Beauty-OPs steht Frauen und Männern heute eine breite Palette an nicht- oder minimalinvasiven Behandlungen zur Auswahl. Die jährliche Patientenumfrage der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC)* hat nun ergeben, dass nicht nur die Zahl der Schönheits-OPs insgesamt ansteigt, sondern vor allem auch bei den Männern ein starker Trend zum Eingriff festgestellt werden kann.

 

 

Beauty-OPs sind mitten in der Gesellschaft angekommen

 

Dass sich immer mehr Männer dafür entscheiden, eine professionellen Behandlung durchführen zu lassen, liegt auch daran, dass Eingriffe bei Männern mittlerweile von der Gesellschaft akzeptiert werden. Wenn es um die Art der Eingriffe geht, liegen bei den Herren Augenlidkorrekturen ganz weit vorn. Leuchtende, wache Augen lassen das gesamte Gesicht jünger erscheinen, weshalb Tränensäcke und Schlupflider auch von Männern als störend empfunden werden. Rund acht Prozent der Männer lassen Korrekturen an der Nasenform vornehmen. Ungefähr 12 Prozent der Herren, die sich für einen Eingriff entschieden, ließen sich Fett absaugen.

 

 

Trendwende bei den Damen

 

Noch vor wenigen Jahren suchten die meisten Frauen einen Schönheitschirurgen auf, um sich die Brüste vergrößern zu lassen. Erstmals liegen Eingriffe im Bereich der Gesichtsästhetik nun prozentual vor den Brustvergrößerungen, deren Anteil auf rund zehn Prozent zurückgegangen ist. Die absolute Zahl der Brustvergrößerungen ist allerdings sogar angestiegen. Es ist lediglich festzustellen, dass generell mehr Eingriffe vorgenommen werden, die meisten davon im Gesicht.

Der häufigste Korrekturwunsch ist nun die Augenlidbehandlung mit mehr als 12 Prozent. Jeweils mehr als sieben Prozent der behandelten Frauen ließen eine Korrektur der Lippen oder eine Gesichtsstraffung durchführen. Das Thema Intimkorrektur, über das in den Medien viel diskutiert wurde, nimmt mit knapp drei Prozent noch immer nur eine Außenseiterposition ein. Es scheint, die mediale Aufmerksamkeit stellt die Relevanz dieses Eingriffs unverhältnismäßig hoch dar.

Männer und Frauen, so die Studie, sind mit einem Alter von durchschnittlich 41,7 (Männer) bzw. 41,9 Jahren (Frauen) ungefähr gleich alt, wenn sie einen Eingriff vornehmen lassen. Die Statistik legt allerdings offen, dass sich Männer generell etwas später mit dem Thema Schönheitsoperation befassen als Frauen.

 

Bei der Suche nach einem geeigneten Schönheitschirurgen verlassen sich mehr als die Hälfte der Befragten auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Ein gutes Drittel recherchiert im Internet und sucht mithilfe von Google nach dem Beauty-Doc ihrer Wahl.

 

 

Nicht- oder minimalinvasive Behandlungen liegen weit vorn

 

Interessant ist, dass nicht- oder minimalinvasive Behandlungen deutlich vor den Beauty-OPs liegen. An der Spitze steht mit mehr als 16 Prozent die Botulinumbehandlung. Mehr als 15 Prozent der Behandelten lassen sich Falten mit einem sogenannten „Filler“ unterspritzen. Auch die Faltenunterspritzung mit körpereigenem Fett zählt zu den sanften Methoden der Schönheitschirurgie, die immer dann angewandt werden, wenn größere Eingriffe entweder nicht notwendig oder sinnvoll zu sein scheinen.

 

Fazit: Es ist unschwer zu erkennen, dass der Wunsch, attraktiv auszusehen, viele Menschen umtreibt. Schönheitsoperationen sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wer sich für einen Eingriff entscheidet, erhofft sich ein verbessertes Aussehen und mehr Zufriedenheit. Minimal- und nichtinvasive Eingriffe bleiben insbesondere im Bereich der Gesichtsästhetik eine echte Alternative zur Operation.

 

* DGÄPC-STATISTIK 2017 Zahlen, Fakten und Trends der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie

Kommentar schreiben

Kommentare: 0