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Microneedling

Ein frischer, gesunder und letztlich auch junger Look gehört zu den Zielen moderner Gesichtsästhetik. Mit Microneedling gibt es nun eine Behandlungsmethode, die den Teint bereits nach einer Anwendung deutlich verbessert – ohne Nebenwirkungen und mit schnell sichtbarem Ergebnis. Was ist Microneedling, für wen ist es geeignet?

 

 

Micro-Needling: die erste Wahl bei sogenannter „Problemhaut“

 

Micro-Needling zählt hierzulande mittlerweile zu den beliebtesten Beauty-Treatments. Wie viele Schönheitstrends, wurde auch dieser durch internationale Filmstars populär gemacht, die mit makellosem Teint auf dem roten Teppich strahlen. Die Popularität der Behandlung ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass sie sich hervorragend für Menschen eignet, die eine sog. „Problemhaut“ besitzen. Bei Falten, einem fahlen Teint, aber auch Narben oder eine grobporige Struktur ist das Micro-Needling die erste Wahl und kann nicht nur im Gesicht, sondern auch im Bereich des Dekolletés für eine außergewöhnliche Verbesserung des Hautbilds sorgen. 

 

 

Das Wirkprinzip

 

 

Die Behandlung wird mithilfe eines Dermarollers durchgeführt, einem Gerät, das mit einer Vielzahl an sehr kurzen und dünnen Nadeln besetzt ist. Die Behandlerin rollt dieses Gerät mit sanftem Druck über die Gesichtshaut. Die feinen Nadeln dringen hierbei in die Epidermis ein, die obere Gesichtshaut.  Diese Hautreizung löst im Körper eine natürliche Abwehrreaktion aus: Die Wahrnehmung, es läge eine Verletzung vor, bewirkt eine verstärkte Ausschüttung von Hyaluronsäure, Kollagen und Elastin –

wichtigen körpereigenen Stoffen, die für die Reparatur und Erneuerung der Haut verantwortlich sind. Der natürliche Heilungsprozess, der beim Micro-Needling angeregt wird, dauert einige Tage. Das vollständige Ergebnis der Behandlung ist nach spätestens zwei Wochen sichtbar. Eine erste Hautverbesserung lässt sich unmittelbar nach dem Micro-Needling erkennen.

Wichtig: Beim Microneedling handelt es sich um eine nicht-ablative Behandlung im Rahmen der modernen Gesichtsästhetik. Das bedeutet, dass die Haut im Gegensatz zu anderen Behandlungen wie beispielsweise der Micro-Dermabrasion, nicht abgetragen, also dünner wird.

 

 

Gibt es Nebenwirkungen?

 

Bei einer professionellen Durchführung des Microneedlings sind keine Nebenwirkungen zu erwarten. Eine anfängliche Gesichtsrötung ist lediglich eine natürliche Reaktion auf die Hautreizung und verblasst rasch wieder. Im Handel sind auch Dermaroller für die Anwendung zu Hause erhältlich, die von Experten allenfalls als Ergänzung zur Behandlung bei einem Spezialisten gesehen werden. Die Nadeln dieser Geräte sind deutlich länger und stärker als die der für den professionellen Einsatz gedachten Spezialgeräte. Da bei der Eigenbehandlung die richtige Dosierung des Drucks kaum zu finden ist, besteht die Gefahr von Hautverletzungen und Entzündungen. Oft sind auch die hygienischen und sterilen Bedingungen bei der Eigenbehandlung nicht im gleichen Maß gegeben wie beim Beauty-Profi. Auf Hautpeelings und andere ablative Behandlungen sollte nach dem Microneedling für einige Zeit verzichtet werden. 

 

 

Was kostet das Microneedling?

 

Je nachdem, wie groß das zu behandelnde Areal ist und welche Seren und Wirkstoffe nach der eigentlichen Behandlung auf die Haut aufgetragen werden, variiert der Preis für das Micro-Needling sehr stark. Als Faustregel ist für eine 60-90-minütige Sitzung mit einem Preis von rund 300 Euro zu rechnen.

Ein Blick in die Zukunft

 

Aufgrund der erstaunlichen Ergebnisse, die beim Microneedling erreicht werden, forschen Dermatologen und Beauty-Experten an weiteren Einsatzmöglichkeiten. So wird der Dermaroller bereits gelegentlich für die Bekämpfung von Schwangerschaftsstreifen oder Operationsnarben eingesetzt. Sogar, wenn es darum geht, bei schütterem Haar das Haarwachstum anzuregen, wird in der vorsätzlichen Hautreizung mithilfe des Dermarollers ein großes Potenzial gesehen.

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